Eine Fazialisparese ist eine meist einseitige, plötzliche Lähmung der Gesichtsmuskulatur durch eine Schädigung des 7. Hirnnervs (Nervus facialis).
Typische Symptome
Herabhängender Mundwinkel, ein nicht schließbares Auge und eine gestörte Mimik sind die häufigsten Anzeichen einer Fazialisparese.
Ursachen
In 70% der Fälle gibt es keine erkennbare Ursache. In den übrigen 30% sind mögliche Auslöser:
- Infektionen (z. B. Herpes oder Borreliose)
- Tumore oder Operationsschäden
- Unfälle oder neurologische Erkrankungen
- Stress
Behandlung
Neben der Gabe von entzündungshemmenden und antiviralen Medikamenten ist eine logopädische Therapie erfolgversprechend. Sie sollte möglichst zeitnah und intensiv durchgeführt werden. Folgende Techniken kommen dabei zum Einsatz:
- Schallwellentherapie mit Novafon
- Eisbehandlung
- Mundmotorische Übungen
- Propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation (PNF)
- Mimisch aktivierende Tonusregulation (MIAT)
Ein wichtiger Bestandteil ist dabei auch die eigenständige tägliche Übung zu Hause.
Heilungschancen
In 80% der Fälle heilt die Parese innerhalb von Wochen oder wenigen Monaten vollständig aus. In seltenen Fällen können bleibende Schäden oder fehlerhafte Nervenheilungen zurückbleiben – hier kann möglicherweise ein chirurgischer Eingriff oder eine Botox-Behandlung helfen.