In der kindlichen Sprachentwicklung kann es zu Verzögerungen kommen, so dass einzelne oder auch alle Teilbereiche der Sprache nicht altersentsprechend entwickelt sind: betroffen sein können die Lautentwicklung, der Wortschatz, das Sprachverständnis und die Grammatik.
Nach Überprüfung der sprachlichen Teilbereiche führen wir mit dem Kind entsprechende Übungen durch: z. B. wird ein Laut angebahnt, den das Kind noch nicht spricht, ein eingeschränkter Wortschatz wird erweitert oder es wird im Bereich Grammatik die richtige Wortstellung im Satz erarbeitet. Je nach Alter des Kindes können diese Übungen sehr spielerisch sein.
Dieses ist eine besondere Gruppe der Artikulationsstörungen: bei der verbalen Entwicklungsdyspraxie können die Kinder die zu den Lauten zugehörigen Bewegungen von Zunge und Lippen nicht oder nicht immer zuverlässsig ausführen, so dass bestimmte Laute gar nicht, nicht immer oder fehlerhaft produziert werden. Bei schweren Formen dieses Störungsbildes werden nur die Vokale = Selbstlaute produziert.
Durch Übungen, bei denen schon früh das Schriftbild der Laute eingesetzt wird, soll der Zugriff zu den Bewegungsmustern für die betroffenen Laute verbessert werden, um diese dann korrekt zu artikulieren.